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Bundesregierung für Sicherheitskontrollen auf deutschen Straßen

Die Bundesregierung kündigt mehr Sicherheit für Autofahrer an.

Angesichts der zahlreichen Verkehrstoten auf deutschen Straßen (immerhin über 1500 allein im ersten Halbjahr 2015) hat sich die Bundesregierung zu einem drastischen Schritt entschieden: Autofahrer sollen künftig strengsten Sicherheits- und Fahrtauglichkeitskontrollen unterzogen werden, Dazu wird als erster Schritt die Gültigkeit von Führerscheinen auf 4 Jahre begrenzt, anschließend muss ein theoretischer und praktischer Eignungstest absolviert werden, um den Lappen weitere 4 Jahre behalten zu dürfen. Ferner wird ein Tempolimit auf Autobahnen eingeführt und die Kfz-Steuer erheblich angehoben, um die Bürger zu motivieren, wieder mehr auf den nachweislich sichereren öffentlichen Nahverkehr, also Bus, Bahn und innerstädtischer Nahverkehr, umzusteigen. „Natürlich führt das zu einer erhöhten Anzahl von Menschenansammlungen in öffentlichen Verkehrsmitteln“, erklärt Verkehrsminister Dobrindt, „aber die Gefahr, in Deutschland Opfer eines Terroranschlags zu werden, ist geringer, als vom Blitz erschlagen zu werden. Um optimale Sicherheit gewährleisten zu können, sehen wir es daher als unsere Pflicht an, die erheblich sichereren öffentlichen Verkehrsmittel attraktiver zu gestalten.“

Die in der jüngsten Zeit erhobenen Forderungen nach mehr Sicherheit weist er zurück. „Wie Ihnen bekannt ist, reisen uniformierte Polizeivollzugsbeamte umsonst mit den Zügen der DBAG (Beispiel Bremen). Meines Wissens wird dieses Angebot gern wahrgenommen und erhöht die Sicherheit in unseren Zügen beträchtlich. Das sagen selbst Terroristen, und auf deren Aussage kann man sich ja wohl verlassen.“ Ein sehr viel größeres Problem stellten seiner Ansicht nach Staus auf Autobahnen da. In einer Stausituation seien zahlreiche Menschen auf engstem Raum eingepfercht, ohne Möglichkeit, diesen zu verlassen. „Ein ideales Ziel für Terroranschläge!“, kommentiert er und fügt hinzu, dass man für diese bisher völlig ungesicherten Orte ein gänzlich neues Sicherheitskonzept benötige. So könnte man etwa an den Autobahnauffahrten obligatorische Nacktscanner aufstellen, oder sich stichprobenartig die Personalausweise einzelner Autobahnnutzer zeigen lassen. „Das lassen wir uns an Flughäfen ja schließlich auch gefallen und ist anerkanntermaßen ein Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit.“ Bei der Bahn sei so etwas aber unvorstellbar, das Fahrgastaufkommen sei einfach zu hoch und werde sich durch die angesprochenen Förderungsmaßnahmen noch weiter erhöhen.

Zum Ende des Gesprächs kündigt er weitere Maßnahmen zur Steigerung der Beliebtheit der Bahn an. So will er sich für Preissenkungen und die Wiederbelebung zahlreicher stillgelegter Strecken einsetzen.

Hinweis: Bei diesem Beitrag handelt es sich natürlich um Satire.